- 23 Tage Zelt-/Hostalreise zu den schönsten Nationalparks Kamtschatkas
- Wanderungen durch die Weite der sibirischen Taiga und durch mondähnliche Vulkanlandschaften
- Besteigung aktiver Vulkane: Avacha, Gorelyi, Mutnovsky
- Baden in Thermalquellen
- Bären, Lachse und viel unberührte Wildnis
- 1 1/2 Tage Besichtigung der Zarenmetropole
St. Petersburg
Weit reicht Kamtschatka in den Pazifik hinein und fast bis an die Aleuten heran. Ein geologisch sehr unruhiges gebirgiges Gebiet mit 160 Vulkanen.
Davon sind 30 aktiv, immer wieder kommt es zu spektakulären Ausbrüchen.
Eine sehr kontrastreiche glühende, fauchende und rauchende Natur mit Feuer und Eis
auf den Gipfeln, einer dicht bewachsenen fruchtbaren Wildnis in den Tälern, klaren Seen
und fischreichen Flüssen. Am Beginn der Reise werden wir zweieinhalb Tage in St. Petersburg
verbringen und dort ausreichend Gelegenheit haben, diese wunderschöne Stadt zu besichtigen.
1. Tag:
Flug von München nach
St. Petersburg, Wir kommen am Nachmittag an und verbringen den Rest
des Tages mit einem Bummel über den belebten
Newskiy Prospekt.
Übernachtung in einer Pension oder im Hotel/Frühstück.
2. Tag:
Besichtigung dieser an Kunstdenkmälern so reichen Stadt an der Newamündung:
Winterpalast, Isaakskathedrale, Admiralität, Russ. Museum usw..
Wir nutzen die berühmte Metro und könnten auch eine Rundfahrt durch St. Petersburgs
Kanäle unternehmen. Optional ist ferner die Fahrt mit dem Tragflächenboot zu den berühmen
Fontänen des
Peterhof möglich.
Oder ein Besuch der
Eremitage, eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt.
Am Abend können Sie im barocken
Marientheater eine Oper oder das berühmte
St. Petersburger Ballet (früher Kirow-Ballet) bewundern. Übernachtung/F
3. Tag:
Vormittags können wir nochmals in die Stadt gehen und unser Besichtigungsprogramm fortsetzen.
Nachmittags Transfer zum Flughafen, Abflug von St. Petersburg nach
Petropavlovsk am Abend.
4. Tag:
Ankunft in Petropavlovsk um die Mittagszeit, Transfer zum Hotel.
Den Nachmittag werden wir mit Einkäufen für die bevorstehende Tour verbringen, gegebenenfalls noch unsere Ausrüstung ergänzen. Abendessen in einem Restaurant.
Hotelübernachtung/F
5. Tag:
Unser erstes Ziel ist der
Nalychevo Nationalpark mit den ihn dominierenden Vulkanen
Avachinsky (2710 m) und
Koryaksky (3456 m). Wir fahren mit einem geländegängigen Fahrzeug zunächst auf Asphalt, biegen dann in ein rauhes Flußbett ab, dem wir bis zu den Flanken der schneebedeckten Vulkane folgen. Möglicherweise zwingen uns die Verhältnisse das letzte Stück bis zu einer Berghütte per Schneescooter zurückzulegen.
Am Nachmittag wandern wir über Lavafelder zu einer bizarr geformten Felsnadel.Vor unserern Augen ständig die eisstarrenden Abhänge der Vulkane und die Rauchfahne über dem Gipfel des Avachinsky.
Übernachtung in einer Berghütte
6. Tag:
Dieser Tag ist der Besteigung des Avachinsky vorbehalten. Ein ca. 7 stündiger Aufstieg (1900 Höhenmeter).
Sie müssen nicht bis zum Gipfel gehen, Sie können an diesem Tag auch eine leichte Wanderung zu einem Aussichtspunkt auf geringerer Höhe unternehmen. Von dort bietet sich ebenfalls ein grandioses Panorama zum Nachbarn Koryaksky, auf kleinere Nebenvulkane und über die Weite der sibirischen Taiga bis hin zum Pazifik.
Übernachtung in Berghütte
7. Tag:
Wir brechen früh auf. Der Geländewagen bringt uns über eine Schotterstraße in die zentrale Region Kamchatkas. Immer wieder werden wir anhalten, um die abwechslungsreichen Landschaften zwischen zwei Vulkanketten zu photographieren. Wir sehen Lärchen-, Birken-, Föhrenwälder, Hochmoore, viele Vögel, wenn wir Glück haben Elche und Bären. Wir werden unterwegs in Malki eine Mittagsrast einlegen und dort ein Bad in einer 38 Grad warmen Thermalquelle nehmen. Am Ende des Tages, nach ca. 700 km Fahrstrecke erreichen wir den
Kluchevskoy Nationalpark. Am Ufer eines Flusses werden wir unsere Zelte aufschlagen und am Lagerfeuer das Essen bereiten.
Zeltübernachtung
8. - 10. Tag:
Wenn Sie noch nicht wußten was ein "Birkendschungel" ist, an diesem Tag werden Sie es sicher erfahren. Nachdem wir den Fluß überquerten, bahnt sich unser Fahrzeug mühsam einen Weg durch das Birkendickicht. Wir werden streckenweise mithelfen müssen, Zweige sägen oder kleine Stämmchen, die den Fahrweg überwuchern. Schließlich verlassen wir das Waldgebiet und gelangen in eine bizarre, unwirklich anmutende Zone. Hier war gewaltige Zerstörung am Werk, sieht man die Spuren eines Vulkanausbruchs Mitte der Siebziger Jahre. Mit der Wucht von 120 Hiroshimabomben öffnete sich damals die Erde. Der Explosion folgte ein Ascheregen und schließlich das Magma aus den Tiefen der Erde. Die erste Glutwolke verbrannte alle umliegenden Wälder, übrig sind nur noch Baumskelette, meterhoch zugeschüttet durch Asche, geblieben sind auch zahlreiche Schlackenkegel.
Die Eruption schuf eine surreale "Mondlandschaft" von eindrucksvoller Ausdehnung. In diesem Gelände testeten denn auch russische Wissenschaftler sowjetische Mondlandefahrzeuge.
Man sieht gleichfalls, daß sich das Leben langsam wieder ausbreitet. Mitten in der schwarzen Asche sprießt frisches Grün kleiner Birken, blühen Küchenschellen und andere Blumen.
Wir werden nach jeweils einstündiger Wanderung die "zwei Damen", zwei kleinere Krater (1.199 m bzw. 1.196 m) besteigen, an fauchenden Fumarolen verweilen, wir wandern zu einer tiefen Schlucht, die das Magma in die Erde gerissen hat und nähern uns durch die subpolare Tundra langsam dem Fuß des Eisriesen
Tolbachic (3.085 m).
Während die Gruppe eine Wanderung am Fuße des Vulkans unternimmt, könnten geübte Bergsteiger an diesem Tag den Gipfel anpacken (ca. 10-12 Stunden, Hochtourenerfahrung und -ausrüstung erforderlich).
Unser Fahrzeug fährt hier überall in weglosem Terrain und holt uns schließlich zum Lager zurück. Nachts werden wir um das Feuer sitzen, über uns ein faszinierender Sternhimmel, rundherum leuchten die Vulkane in fahlem Weiß - eine Wildromantik, die Sie so rasch nicht vergessen werden.
Übernachtung in Zelten.
11. Tag:
Wir verlassen diese einsame Vulkanlandschaft, das Geländefahrzeug bringt uns wieder hinunter zum Fluß und schließlich nach
Kozyrevsk. Ein kleiner Ort wie aus dem russischen Bilderbuch!
Mit kleinen, teilweise windschiefen Holzhäuschen, geschmückten Fenstern, umgeben von liebevoll gepflegten Gärten; mit einer freundlichen Bevölkerung, die hier in sibirischer Abgeschiedenheit ein einfaches Leben führt. Man heizt während der extrem kalten Winter mit Holz, ernährt sich vom selbst angebautem Gemüse und vom Königslachs, den die Einheimischen während des Sommers in kühlen Erdkammern lagern.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, damit Sie Gelegenheit haben, den Ort selbst für sich zu entdecken.
Fakultativ können Sie mit den Einheimischen eine
Bootsfahrt auf dem Kamtschatka-Fluß unternehmen. Sie bieten uns geräucherten Königslachs an und am Ende der Tour erwartet uns am Flußufer ein großer über dem Feuer hängender Topf mit deftiger "Russischer Fischsuppe". Dazu fließt natürlich reichlich der Wodka....
Wer möchte, kann am Abend bei den Einheimischen eine
"Russische Sauna" bestellen.
Übernachtung in einer sehr einfachen Pension.
12. Tag:
Mit einer speziellen Sondergenehmigung fahren noch nördlicher in eine militärische Sperrzone.
Vor uns steht wie aus dem Bilderbuch der höchste Vulkan Eurasiens, der Kluchevskoy (4750 m).
Neben ihm eine Reihe weiterer hoher aktiver Vulkane. Wir übernachten in der vulkanologischen Station.
13. Tag:
Dieser Tag ist dem Besuch des Shiveluch vorbehalten, ein äußerst gefährlicher Vulkan,
dessen Eruptionen nicht kalkulierbar sind, berüchtigt vor allem wegen seiner pyroklastichen
Ausbrüche. Dann spuckt der Berg eine Wolke heissen Gases, vermischt mit feiner Asche,
die sich mit ICE-Geschwindigkeit den Berg hinab und kilometerweit über das Land wälzt -
alles verbrennend, was sie berührt. Wir wandern und nähern uns, so weit wie es der
Vulkanologe zulässt.
14. Tag:
über eine Schotterpiste gelangen wir nach
Esso. In der Region des
Bystrinksy Nationalparks leben heute ewenkische Rentierjäger (eine Untergruppe der Jakuten), die die vormals dort ansässigen Koryaken verdrängten. Wir werden den Ort und das ethnologische Museum besuchen, danach eine kleine Wanderung in der Umgebung unternehmen. Abends werden Sie im Thermalbad
von
Anavgai baden, Sie können dort auch ein Dampfbad nehmen.
Wenn wir Glück haben, halten die Einheimischen gerade eines ihrer prächtigen Feste ab, werden wir Zeuge farbenprächtiger Tänze. Fakultativ gibt es hier weitere Möglichkeiten: man kann Pferde mieten, um in den Nationalpark zu reiten. Ebenso möglich ist ein Helikopterflug zu noch unberührteren Berggruppen (ca. 200.- USD/Person).
Übernachtung in Anavgai in einer einfachen Pension oder im Zelt
15. Tag:
Ein Fahrtag bringt uns nunmehr entlang des Bystraia-Flusses in den Süden Kamchatkas. Wir wollen unterwegs eine kurze Pause einlegen und in Milkovo Mittag essen. Bevor es Abend wird, werden wir uns irgendwo im Birkenwald ein Lager suchen und das Camp einrichten.
Zeltübernachtung.
16. Tag:
Wir fahren in das südliche Vulkangebiet, gelangen zunächst nach
Paratunka,
einem Kurort, an dem sich gewöhnlich die Besatzungen russischer Atom-U-Boote erholen.
Besichtigung der heißen Quellen, Bademöglichkeit. Dann folgen wir einer steilen Paßstraße hinauf zu den Vulkanen
Gorelyi (1.829 m) und
Mutnovsky (2.322 m). Beide Vulkane sind hoch aktiv. Der Gorelyi (ein sog. Schildvulkan) gilt als besonders gewalttätig.
Im Krater des Mutnovsky faucht es unaufhörlich und so spektakulär, daß russische Kosmonauten äußerten, das sei das Eindrucksvollste, was sie je gesehen hätten.
Wir errichten unser Camp nach langer, mühseliger Fahrt durch unwegsames Gelände schließlich am Fuße des Gorelyi.
17. - 18. Tag:
Wir brechen zum
Krater des Gorelyi auf, eine harmlose Wanderung, wenn man sich Zeit dafür läßt (ca. 3 Stunden). Der Hauptkrater gliedert sich in mehrere Einzelkrater. Es empfiehlt sich eine Umrundung (nochmals 2-3 Stunden), denn dabei gelangt man 150 Höhenmeter absteigend zum derzeit aktiven Krater. Aus seiner Tiefe leuchtet ein giftig grüner See, Schwefeldämpfe steigen überall auf. Der See ladet nicht gerade zum Bade, er besteht aus Schwefel-, Salz- und Salpetersäure.
Am folgenden Tag wollen wir uns - wenn es die Verhältnisse zulassen - mit dem Fahrzeug dem
Mutnovsky nähern. Sofern wir durchkommen, sind wir nur noch drei Gehstunden vom Kraterrand entfernt.
2 Zeltübernachtungen
19. Tag:
Rückkehr nach Paratunka. Am Swimmingpool eines Thermalbades wollen wir uns von den Strapazen der Besteigungen erholen.
Zeltübernachtung/F
20. Tag:
Rückkehr nach
Petropavlovsk.Wir haben ausreichend Gelegenheit zu einer Besichtigung der Stadt und deren Umgebung,
werden das ethnologische Museum besuchen und durch die Stadt spazieren. Nachmittags haben wir Zeit um Einkäufe zu erledigen. Versäumen Sie nicht, Ihren Lieben zuhause geräucherten Königslachs oder Kaviar mitzubringen.
Hotelübernachtung/F
21. Tag:
Reservetag
Fakultativ besteht die Möglichkeit zu einem Helikopterflug über die südliche Vulkan-Region oder
in das Tal der Geysire, damit Sie die Vulkane auch einmal aus der Luft sehen können (ca. 400,- USD, 6 -8 Std.).
Eine andere Option wäre ein Ausflug mit dem Auto an die Pazifikküste.
Hotelübernachtung/F
22. Tag:
Flug von Petropavlovsk nach St. Petersburg.
23. Tag:
Flug von St. Petersburg nach München
Hinweise:
Für Kamtschatka besteht eine Visumpflicht. Antragsformulare erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung. Zur Einreise benötigen Sie einen bis 3 Monate nach Reiseende gültigen EU-Reisepaß. Eine durchschnittliche Wanderkondition genügt, sofern Sie nicht die hohen Gipfel erklimmen wollen. Der Avachinsky ist für geübte Bergwanderer ohne weiteres erreichbar, für den Tolbachik ist Hochtourenerfahrung erforderlich.
Aufgrund der lokalen Gegebenheiten und Wetterverhältnisse kann unterwegs eine Routenänderung erforderlich werden. Sie sind bereit, sich entsprechend anzupassen, bei gemeinsamen Tätigkeiten mit anzupacken und sich mit ihren Mitreisenden aktiv um das Gelingen der Reise zu bemühen. Mit sehr einfachen Hotels und sanitären Verhältnissen müssen Sie rechnen.
Leistungen:
Linienflug in der Economy-Klasse via St. Petersburg nach Petropavlovsk und zurück, Flughafengebühren.
Übernachtungen wie ausgeschrieben im DZ oder Mehrbettzimmer in Hotels oder Pensionen, alle Transfers, Zeltübernachtungen in 2-Personenzelten, Gruppenzelt, Küchenausrüstung.
Vollverpflegung ab/bis Petropavlovsk, Nationalparkgebühren, Visumgebühren, Fahrten im Allradfahrzeug, russischer Führer, deutschsprachige Reiseleitung.
Nicht enthalten:
Mittag- und Abendessen in St. Petersburg und Petropavlovsk,
Aufenthalte in Restaurants, Getränke, Trinkgelder, persönliche Ausgaben,
Theater-, Museumseintritte, obligatorische Reisekrankenversicherung, sonstige Versicherungen.
Teilnehmerzahl:
Mindestens 6, max. 10 Personen
Reisetermine:
2.09. - 24.09.2009
Reisepreis in Euro:
ab München: 3.840,- €
Zuschläge:
Einzelzimmer-/Zelt: 295,- €