Zu den Nenzen, Rentiernomaden in arktisch Sibirien

Reise zu einer noch sehr ursprünglich lebenden Kultur am 'Rande der Welt'

Diese Reise führt uns zur Yamal-Halbinsel in Nord-Sibirien. Yamal bedeutet in der Sprache der Nenzen "Edge of the World", Als eine Ethnie nomadischer Rentierzüchter haben sich die Nenzen ihre traditionelle, farbenfrohe Kultur bis heute bewahrt.
Sie leben in Tipis aus Rentierfellen, kleiden sich in Rentierpelzkleidung, essen rohes Rentierfleisch und opfern die Rentiere den Göttern ihrer alten animistischen Religion. Diese Leute wandern jedes Jahr Tausende von Kilometern, transportieren ihren Hausrat auf aus Holz gefertigten,von Rentieren gezogenen Schlitten, stets auf der Suche nach Weideland.für ihre Herden..
Während dieser Reise werden wir das Leben mit einer Familie teilen. Wir werden in deren Tipi schlafen und durch die Teilnahme an ihren täglichen Routinen voll und ganz in diese Kultur eintauchen. Wir werden sie bei ihrer Migration begleiten, mit ihnen und ihren Herden durch die Tundra ziehen.
Es gibt wohl kaum ein anderen Ort auf der Erde, wo man heute noch eine alte Kultur in so authentischer Weise erleben kann.
Reiseverlauf
Tag 1
Flug von Frankfurt oder München nach Moskau,
Hotelübernachtung

Tag 2
Vormittags geführte Sightseeing Tour in Moskau
Nachmittag zur freien Verfügung
Hotelübernachtung
Tag 3
Wir treffen uns um 00:45 Uhr in der Hotellobby. Transfer zum Flughafen. Um 03:10 Uhr Abflug nach Salekhard, in die Hauptstadt der autonomen Region Yamal-Nenzen. Ankunft um 8.00 Uhr.
Der Fahrer unseres Trekol All-Terrain-Fahrzeugs holt uns ab und nimmt uns mit über die gefrorene Oberfläche des Flusses Ob zum Dorf Yar Sale auf der Halbinsel Yamal (6 Std.).
Yar Sale war der erste Handelspunkt, den die Russen 1927 auf der Yamal-Halbinsel errichteten. Davor gab es dort nur Nomaden. Heute sind die auf der Yamal Halbinsel lebenden Nenzen noch zu über 50% Nomaden. Ihre sesshaften Verwandten leben in kleinen Dörfern wie Yar Sale. Übernachtung in einem Nenzenhaus oder kleinem privaten Hotel.
Day 4
Fahrt durch die riesige, leere Tundra zu einem Lager der Nenzen. in hölzernen Kasten auf Anhängerschlitten, die von Motorschlitten gezogen werden. Die Nenzen gehören zu den traditionsreichsten noch existierendenen Ethnien weltweit. Sie sprechen eine eigene Sprache, die vom Russischen völlig verschieden ist.
Sie haben die längsten nomadischen Migrationsrouten der Welt und legen mit ihren Rentierschlitten und ihrem gesamten Hab und Gut alljährlich rund 2000 km zurück.
Sie tragen Kleidung aus Rentierpelzen, genäht mit Rentiersehnen und leben in konischen Tipis aus Rentierfell, sogenannten Chums.

Tage 5 - 9
Während dieser Tage werden wir das Leben unserer nomadischen Gastgeber beobachten und daran teilnehmen.
Wir werden in dieser Zeit keinem starrem Progamm folgen,
lassen es einfach auf uns zukommen, was geschieht. Gewiß werden wir miterleben wie eine Rentierherde mit bis zu 5.000 Tieren zusammengetrieben wird, einzelne Tiere mit dem Lasso eingefangen werden, wie das Lager abgebaut und alles auf die Schlitten verladen wird. Wir werden ein Stück weit mit den Nenzen zu einem neuen Lagerplatz ziehen, den Lageraufbau miterleben, den Frauen bei der Zubereitung der Speisen zusehen und uns selbst einbringen, indem wir mit ihnen Holz für die Feuerstelle sammeln, Eis schmelzen usw.
Für die Fotografen wird dies eine einmalige Gelegenheit sein, um zu außergewöhnlichen Aufnahmen zu gelangen.
Abgesehen von der Mitte des Winters sind die Nenzen ständig unterwegs. Obwohl sie von der Halbinsel Yamal stammen, halten sie sich während des Winters in einem festen südlicheren Camp auf. Erst im März wandern sie dann wieder zurück, überqueren den 70 km breiten Golf des Ob. Dieser ist Teil des arktischen Ozeans. Das übrige Jahr verbringen sie dann auf der Yamal-Halbinsel, wandern längs alter Rentierrouten von Weide zu Weide.
Tag 10
Rückkehr nach Yar Sale per Motorschlitten mit Trailer.
Übernachtung in einem Nenzenhaus oder privaten Hotel.
Tag 11
Rückkehr nach Salekhard mit dem Allradfahrzeug. Übernachtung im Hotel

Tag 12
Reservetag, für den Fall, dass Schlechtwetter die Rückreise verhindert.
Ansonsten steht der Tag in Salekhard zur freien Verfügung. Wir besuchen das ausgezeichnete Museum, mit Ausstellungen über die indigene Bevölkerung und die Geschichte der Eroberung Sibierens. Wir können auch ein altes Fort aus dem 16.Jhdt. besichtigen, die Reste der ersten russischen Siedlung oder nur über den Marktplatz schlendern, auf dem die Nomanden F.leisch, Fisch und Pelze anbieten.
Tag 13
Flug nach Moskau, Weiterflug zum Ausgangsflughafen
Termin:
23.03. - 04.04.2018

Teilnehmerzahl
Minimum: 7, Maximum: 10

Preis: 4.950,- Euro
Leistungen::
- Vollständige Organisation der Reise,
- Begleitung durch deutschen Reiseleiter
- örtlicher, englisch sprechender Guide
- alle Flüge ab Frankfurt oder München (andere Flughäfen auf Anfrage)
- 2 Übernachtungen in Moskau (***-Hotel, DZ/Frühstück)
- 2 Übernachtungen in Salekhard (***-Hotel, DZ/Frühstück)
- Landtransport von/nach Salekhard mit All-Terrain Fahrzeug
- fünf Tage Homestay bei den Nenzen
- Übernachtungen in Yar Sale und in Tipis
- alle Mahlzeiten ab/bis Salekhard
- Leihe von Kälteschutzkleidung und -stiefel
- GPS, Sat-Telefon
- Notapotheke
- sämtliche Genehmigungen
Nicht enthalten:
- Verpflegung und Restaurantaufenthalte in .Moskau und Salekhard;
- Getränke, Trinkgelder, persönliche Ausgaben,
- Visagebühren,
- Gebühren für Übergepäck,
- Einzelzimmerzuschläge,
- Eintrittsgebühren,
- nicht im Programm angegebene zus. Hotelaufenthalte,
- persönliche Diäten sofern notwendig
- Reiseversicherung, z.B: Rücktrit- oder Reiseabbruchversicherung
- obligatorischer Reisekrankenversicherung

Voraussetzungen:
Die Fahrt führt in eine Region ohne touristische Infrastruktur
Sie sollten selbstverständlich gesund sein, sowie über Outdoor-Erfahrung verfügen. Geduld und Gelassenheit sind bei solchen Unternehmungen ebenfalls wichtige Eigenschaften, die Sie mitbringen müssen. Aufgrund der lokalen Gegebenheiten und Wetterverhältnisse kann unterwegs eine Programmänderung erforderlich werden.
Sie sind bereit, sich den jeweiligen Verhältnissen anzupassen und müssen mit sehr einfachen Verhältnissen zurechtkommen können. Sie dürfen während dieser Reise keine mitteleuropäischen Standards erwarten
Beachten Sie bitte:
Eine frühzeitige Buchung ist unbedingt notwendig! Für Yamal gibt es spezielle Visa-Anforderungen. Sie erhalten die Formulare mit der Bestätigung Ihrer Buchung. Sie benötigen einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate nach der Tour gültig ist.

Die Temperaturen im März betragen zwischen + 5 bis -35 Grad Celsius. Der Durchschnitt beträgt -15 Grad.
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